Der Violone
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Definition
Bedeutungen
Stimmungen
Quellen
Meine
Instrumente
Violone,
Groß Viol-de Gamba-Baß, Praetorius 1619
Stadlmann
(2009)
Groß
Contra-Baß-Geig, Praetorius 1619
Violone
nach Salò (1590)
Violone
in G
Sergio Gistri in seiner Werkstatt, Colle Val
d’Elsa
Stadlmann-Schnecke 2009 |
Der Violone
Unter der Bezeichnung Violon oder Violone werden in der
modernen Terminologie Instrumente für die (Kontra-) Basslage verstanden
(ital.: ‚Große Viola’; alle Arten der Baßgeige). Historisch gesehen hat
der Begriff Violone eine nicht klar zu definierende Bedeutung, da sie
regional und zeitlich variiert. Violone bezeichnet also ursprünglich keinen
Kontrabass sondern mehrere, nicht normierte Instrumente. Tiefere Bässe
verlangen nach Zusatzbezeichnungen wie z.B. Violone grande. Die vielgestaltige und sich wandelnde Gruppe der Streichbässe umfasst
z.B. jede Viola da Gamba, Große Gambe, eine tiefer gestimmte Gambe und später
in einigen italienischen Quellen sogar das Violoncello. Theoretische Schriften des aufgeklärten Zeitalters dokumentieren weniger
die organologische Seite. Die Instrumente wurden in ihrer der Musik
dienlichen Funktion als Basso eingesetzt. Der moderne Kontrabaß ist ein „Nachfolger“ des Violones, der als Terminus
heute im Hornbostel-Sachs System als gestrichene Laute oder Fiedel
eingeordnet wird. (nach Grove Dictionary of Music; und Focht 1999) Die Bedeutungen von Violone
Die folgende Tabelle ist nach Schmid erstellt. [Schmid,
Manfred Hermann: Instrumentennamen und Stimmlagenbezeichnungen vom 16. bis
18. Jahrhundert, in: Kontrabaß und Bassfunktion Hrsg: Salmen, Walter
Insbruck 1986] 16. Jhd.: Familienname für Gambeninstrumente 17. Jhd.: Kurzform für die Baß-Stimmlage a) Gambeninstrumente (ca. 1600 bis 1630) Violone = Gambe auf G’ b) Geigeninstrumente (ca. 1610-1700) Violone = Basso da braccio auf C Um 1700: Kurzbezeichnung für Violone grande
(=Kontrabasslage; versch. Stimmungen) 18.Jhd.: Standardbezeichnung Kontrabass Stimmungen
Violone in G: Stimmung G’-C-F-A-d-g (Quinte unter der
normalen Bassgambe) Violone in D: Stimmung D’-G’-C-E-A-d Contra-Baß-Geig (4-saitig): Stimmung D’/E’-A’-D-G Wiener Stimmung: (F’)-A’-D-F#-A Basso da braccio: C-G-d-a
Es ist anzunehmen, dass die Violonisten auch andere Stimmungen
gebrauchten. Preatorius schreibt: „...es sey nicht groß dran gelegen, wie
ein jeder seine Geigen oder Violen stimmet, wenn er nur das seine just, rein
und wol darauff praestiren kan.“
aus: Praetorius 1619 Die umsponnene Saite wurden erst um 1660 erfunden, so dass vorher der
Präzision tiefster Tönen physikalisch Grenzen gesetzt waren. Das Griffbrett war mit bis zu 7 Bünden versehen. Primärquellen
Praetorius, Michael: Syntagma musicum, Wolfenbüttel 1619 Schütz, Heinrich: Vorwort zu den Musicalischen Exequien, Dresden
1636 Prinner, Johann Jacob: Musicalischer Schlissl..., 1677 Falck, Georg: Idea boni cantoris…, Nürnberg 1688 ...für weiterführende Literatur siehe Links Meine Instrumente:
I. Solo-Kontrabass
II. Violone in D nach Gasparo
da Saló (1590)
III. Wiener Bass nach Johann
Joseph Stadlmann (1750)
IV. Violone in G
V. Uprightbass
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